Aus der Geschichte des Schlossberg-Hotels

Das Fachwerkhaus

17. Jahrhundert

Auf dem Grundstück befindet sich der legendäre "Hundebrunnen", von dem aus das Schloss in früheren Zeiten per Eseltransport sein Wasser erhielt.

1738

Errichtung eines Hauses für die Kammerboten des Grafen zu Stolberg-Wernigerode.Seine Lage nach auch als Pförtnerhaus anzusprechen, für die Bewohner auch mit dieser Pflicht verbunden, aber doch um die besondere Dienststellung dieser Bewohner doch anders genannt, steht am Aufgang zum Schloss vom Burgberg her das Kammerboten-Haus.
Der archivarische Beleg für das Baujahr 1738 fehlt, jedoch gehört das Haus in seinen Baustil ganz dieser Zeit an. An sich ist dieses Bau Datum erstaunlich, da 1736/37 das dich darunter gelegene Waisenhaus gebaut, heutige Staatlicher Forstwirtschaftsbetrieb, und mit finanzieller Hilfe von Seiten des Königs Christian VI von Dänemark durch einen Zuschuss von 1056 Talern bezahlt wird.
Die Karte von 1732 zeichnet an dieser Stelle auch ein Haus ein, das aber mit keinem der beiden kurz nachfolgenden identisch ist. Aber dieses kleine alte Haus, von dem auch eine punktierte Linie zum Vorwerk herabläuft, ist als das Brunnenhaus " Hundeborn" zu erklären.

1799

Erstmals als Kammerboten-Haus urkundlich erwähnt, weil der Kammerbote Rieke das "Thiergarten-Tor" nicht ordnungsgemäß verschloss und ein Stück Wild entsprang, aber im nahen Stadtgraben wieder eingefangen werden konnte.

Dem Kammerboten drohte man mit Entzug der Wohnung, wenn er seine Pflicht noch einmal versäumen sollte. Er entschuldigt sich, dass er durch seinen Dienst tagsüber selten zu Hause sei, seine Frau aber fast stets betrunken.

Es wird Ihm streng vorgehalten, das Tiergartentor abends um 10:00 Uhr zu schließen, im Sommer es früh 5:00 Uhr, im Winter früh 06:00 Uhr zu öffnen, wobei nur das Fußgängertor gemeint ist, da das Fahrtor nur auf Bedarf geöffnet wird, sonst stets geschlossen.

1862

Der am Haus vorbeiführende Weg diente als Fuß- und Fahrweg zum Schloss und war durch ein hölzernes Tor begrenzt.
Dieses wurde 1862 durch ein eisernes Tor aus der Ilsenburger Hütte ersetzt.

1874

Wird angeordnet, "am breiten Fußweg von Kahre nach Kammerboten-Wohnung starke Rosskastanien zu pflanzen, da sonst zu sonnig".
Die Kahre ist die heute mit dem Forellen-Brunnen geschmückte Wegkreuzung, von der der Blumenweg abgeht.

1909

Bis zu diesem Jahr wohnten hier ausschließlich Kammerboten, danach Angestellte und Beamte der fürstlichen Verwaltung, wie z. B. lyz. Oberlehrer Wickelein und Oberamtsmann Wuth.

1945

Das Haus wurde als städtisches Wohnhaus mit bis zu 4 Mietparteien genutzt.

1992

Sanierung und Modernisierung des Fachwerkhauses durch den neuen privaten Eigentümer unter Wahrung des besonderen Denkmalschutzes.
Von Herbst ´92 wurde das verwahrloste Kellergewölbe wieder freigelegt.

2.7.1993

Als Kellerrestaurant "Fürsten-Grotte" eröffnet.

1994

Der Hotelbetrieb ist seit 1994 aufgenommen.


Die Villa
1875

Eine der wesentlichsten Vergünstigungen, die Carl Frühling durch den Grafen Otto im Verlaufe seine Tätigkeit am Schlossumbau erhielt, war die Genehmigung zum Bau eines eigenen Wohnhauses, welches der Graf finanzierte und seinem Schlossbaumeister als Dienstwohnung überließ.
Carl Frühling bezog das Haus am 1. April 1875. Es wurde Ihm förmlich „verliehen“ und er hatte sich an die für Dienstwohnungen geltenden Vorschriften zu halten. Graf Otto schrieb am 13. April 1875“.. Es wird wohl erst noch eine formelle übergabe des Hauses stattzufinden haben, wie auch der Wohnungsgeldzuschuss einzustellen ist..“ und Frühling selbst bedankte sich in einem Schreiben an den Grafen vom 6. April 1875 überschwänglich mit den Worten :..

"Mit euerer Erlaucht gnädigster Genehmigung habe ich in diesen Tagen das für mich erbaute Wohnhaus bezogen. Ich folge meines Herzens aufrichtigem Wunsche in der untertänigsten Bitte:
Euer Erlaucht wollen meinen ganz untertänigsten, tiefgefühltesten Dank für die mir wiederum erwiesene große Huld in Gnaden entgegennehmen.."
1862-1885

Unter Frühlings Leitung erfolgte in den Jahren von der umfassende Umbau der Burg Wernigerode zum Repräsentationsschloss im neogotischen Stil. Während dieser Zeit ehelichte er Emma Schott, Tochter des Oberinspektors Walter Schott von der Ilsenburger Hütte. Carl Frühling bewohnte die Villa bis 1912.

1912-1938

Danach diente sie der fürstlichen Verwaltung als Dienstwohnung u.a. für Bau- und Kammerrat Kielburger und später Kammerdirektor Braulke.

nach 1949

pachtete Familie Zimmermann von der Insel Föhr die Villa.

ab 1938

wurde die Villa Berufsschule, Wehrkreiskommando, danach bis 1997 als Kindergarten genutzt.

1998

Erfolgte der Kauf der herrschaftlichen Villa durch die vorige Eigentümerin, deren Ziel es war, den Charakter des Hauses aus seiner Entstehungszeit wiederzubeleben. Für die Umgestaltung zum modernen Hotelbetrieb musste umfangreiche enkmalsrechtliche Auflagen beachtet werden. In nur viermonatiger Bauzeit war es den meist einheimischen Handwerkern gelungen, dem Haus seine alten Reize wiederzugeben, um es als modernen Hotelbetrieb zu nutzen. Seit Juni ´99 kamen die ersten Gäste.

07.09.2011

Ehepaar Becker aus den Niederlanden werden die neuen Eigentümer des "Schlossberg-Hotels".

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