Herzlich Willkommen

im Schlossberg Hotel Garni Wernigerode! Unterhalb des märchenhaften Schloss Wernigerode erwartet Sie unser familiengeführtes Haus für Ihren Urlaub im Harz. Erleben Sie familiäre Gastfreundschaft und einen erholsamen Aufenthalt in unseren komfortablen Hotelzimmern und Suiten. In unserem Haus erwarten Sie insgesamt 16 Doppelzimmer in den drei Zimmerkategorien Komfort, Superior und Suiten.

Das Schlossberg Hotel vereint zwei historisch bemerkenswerte und denkmalgeschützte Gebäude. Zum einen das Kammerboten-Fachwerkhaus aus dem Jahre 1738 und zum anderen die Villa  aus dem Jahr 1874 von Carl Frühling, dem Architekten des Wernigeröder Schlosses. Zehn Zimmer befinden sich in der Villa Frühling und sechs Zimmer im Kammerboten-Fachwerkhaus. Alle Zimmer verfügen über kostenfreies WLAN.


Das macht uns aus

Beste Lage — beste Aussichten

Geräumige und stilvolle Zimmer

Großzügiges Frühstück

Zuvorkommender Service

Kurze Wege in die Altstadt und zum Schloss

Zahlreiche Restaurants und Bars in der Nähe

Schnelle und bequeme Zimmerbuchung

Hoteleigene Parkplätze am Haus

Wunderbare Ausblicke
und Augenblicke…

können Sie auch im Frühstückssalon, auf unserer Sonnenterrasse oder im Waldgarten der Villa Frühling genießen. Restaurants & Bars, historische Sehenswürdigkeiten, Kulturveranstaltungen, traditionelle Handwerkskunst und beeindruckende Naturerlebnisse im Nationalpark: Wir heißen Sie Willkommen in Wernigerode, der bunten Stadt am Harz! Zahlreiche Ausflugstipps für alle Generationen haben wir hier für Sie zusammengestellt. Für einen unvergesslichen und ereignisreichen Urlaub.

“Mit euerer Erlaucht gnädigster Genehmigung habe ich in diesen Tagen das für mich erbaute Wohnhaus bezogen. Ich folge meines Herzens aufrichtigem Wunsche in der untertänigsten Bitte: Euer Erlaucht wollen meinen ganz untertänigsten, tiefgefühltesten Dank für die mir wiederum erwiesene große Huld in Gnaden entgegennehmen…“

6. April 1875, Dankesschreiben von Carl Frühling an Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode

Geschichte der Villa Frühling

Der kometenhafte politische Aufstieg des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode, der ihn ab 1867 zum ersten Oberpräsidenten der preußischen Provinz Hannover, später zum deutschen Botschafter in Wien und schließlich zum Stellvertreter Bismarcks als Vizekanzler des Deutschen Reiches und stellvertretenden preußischen Ministerpräsidenten werden ließ, ist der Grund für den großen historischen Umbau des Schloss Wernigerode, der ab 1862 bis 1885 unter der Leitung des Architekten Carl Frühling vorgenommen wurde. Heute kommen pro Jahr etwa 200.000 Besucher auf den Agnesberg um das beeindruckende Schlossensemble im Stil des Historismus zu entdecken.

Bildbeschriftung

Eine der wesentlichen Vergünstigungen, die Carl Frühling durch den Grafen Otto im Verlauf seiner Tätigkeit am Schloßumbau erhielt, war die Genehmigung zum Bau eines eigenen Wohnhauses am Schlossberg, welches der Graf ihm finanzierte und seinem Schloßbaumeister als Dienstwohnung überließ. Frühling bezog das Haus am 1. April 1875. Tatsächlich wurde ihm die Villa Frühling kurz danach förmlich „verliehen“, wie aus einem Schreiben des Grafen Otto vom 13. April 1875 hervorgeht: „…Es wird wohl erst noch eine formelle Übergabe des Hauses stattzufinden haben, wie auch der Wohnungsgeldzuschuss einzustellen ist…“. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem gräflichen Dienst durfte Frühling weiter in dem Haus wohnen.

Das Gebäude entspricht in seinem Typus den Villbauten der Zeit um 1875, mit hohem massivem Untergeschoß und zahlreichen architektonischen Extras. Auffällig an der Hauptfassade ist die heute noch erhaltende steinerne Konsole im Giebel auf der ursprünglich einmal eine Statue gestanden haben muß. Der 1839 im nahen Blankenburg geborene Frühling war in der Gegend aber nicht nur als Baumeister des Schlosses tätig, er wurde durch den Grafen Otto auch vielseitig anderweitig beschäftigt und arbeitete an  zahlreichen weiteren Bauten, die das Bild von Wernigerode und umliegenden Ortschaften bis heute prägen.

So entwarf Frühling neben den Pferdeställen auch die gräfliche Gruft und schließlich auch das Fürst-Otto-Denkmal mit großer Freitreppe und Abschlußmauer. Von 1860 bis 1862 hatte er die Bauleitung am Ilsenburger Schloss inne, ebenso von 1861 bis 1877 für den Umbau und die Restaurierung des Ilsenburger Klosters. 1867-1883 restaurierte er die ehemalige Klosterkirche in Drübeck. 1869-1871 bearbeitete er die Entwürfe des Gräflichen Gymnasiums, dem heutigen Gerhart-Hauptmann Gymnasium in der Westernstraße in Wernigerode. 1880 bis 1886 restaurierte er in Wernigerode die evangelische Kirche St. Sylvestri und übersah den Kirchturmbau. 1880 wurde er zum Fürstlich-Stolbergischen Baurat (Schloßbaurat) ernannt.

Carl Frühling bewohnte die Villa bis wenige Wochen vor seinem Tode am 26. März 1912 in Braunschweig. Hier hatte er zu Beginn seiner Laufbahn am Collegium Carolinum Architektur studiert und wurde schließlich auch bestattet. Bis auf das Portrait auf einem Schlussstein eines Bogens im Wernigeröder Schloss ist kein Bildnis des für die Region so prägenden Baumeisters erhalten geblieben. Nach Frühlings Tod diente die Villa der fürstlichen Verwaltung weiter als Dienstwohnung u.a. für den Bau- und Kammerrat Kielburger und später den Kammerdirektor Braulke. Nach 1912 pachtete Familie Zimmermann von der Insel Föhr die Villa. Ab 1938 wurde die Villa als Berufsschule, als Sitz des Wehrkreiskommandos und nach dem zweiten Weltkrieg bis 1997 als Kindergarten genutzt.

Im Jahre 1998 erfolgte unter strenger Beachtung des Denkmalschutzes die Umgestaltung der herrschaftlichen Villa für den Hotelbetrieb durch eine privaten Eigentümerin. Nach wechselnden Eigentumsverhältnissen ist Familie Lerche seit April 2021 neuer Eigentümer und Betreiber des Schlossberg Hotel.


Geschichte des Kammerboten-Fachwerkhaus

Gegenüber der Villa Frühling steht noch ein weiteres historisches Gebäude, das ebenfalls einen direkten Bezug zum Schloss der Grafen und Fürsten zu Wernigerode-Stolberg aufweist. Bestimmt nicht jedem Besucher fällt beim Vorbeigehen auf dem Weg hinauf zum Schloss die kleine Sonnenuhr am Haus auf. Sie ist mit der vermerkten Jahreszahl 1738 ein wichtiges Indiz für das vermutliche Baujahr des Fachwerkhauses. Der Baustil jedenfalls passt ganz in diese Zeit, in der auch das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegende Waisenhaus errichtet wurde, in dem sich heute die Verwaltung des Nationalpark Harz befindet. Das Kellergewölbe wurde vermutlich als Vorratskeller und Waschkeller mit beheizbarem Waschkessel genutzt, auf dem Dach befand sich eine Räucherkammer.

Der heute am Haus vorbeiführende Weg diente schon damals als Fußweg hinauf zum Schloß und war auf Höhe des Gebäudes bis 1945 mit einem Tor begrenzt, hinter dem sich der Tiergarten des Schlosses befand. Es wurde strengstens angewiesen, das Fußgängertor abends um 10 Uhr zu schließen und es im Sommer um 5 Uhr früh, im Winter um 6 Uhr zu öffnen.

Als „Kammerboten-Haus“ wird das Haus dann erstmals 1799 urkundlich erwähnt, da durch das Verschulden eines Kammerboten namens Rieke das eben erwähnte Tor offen stand. Ein Stück Wild entsprang, das aber im nahen Stadtgraben wieder eingefangen werden konnte. Dem Kammerboten wurde mit Entzug der Wohnung gedroht, wenn er seine Pflicht das Tor zu schließen noch einmal versäumt. Als Entschuldigung nannte er, dass er durch seinen Dienst tagsüber selten zu Hause und seine Frau stets betrunken sei.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde auf dem Gelände des Kammerboten-Haus  ein Brunnen, der „Hundeborn“ errichtet. Er war mit einer Pumpe und Röhren ausgerüstet. Von hier aus wurd jahrzehntelang das benötigte Wasser durch Esel hinauf zum Schloß transportiert. Das Wasser des Hundebrunnens floß außerdem direkt hinab zum Vorwerk.

Bis zum Jahre 1909 wohnten in diesem Haus auschließlich Kammerboten. Anschließend bewohnten auch andere Angestellte und Beamte der fürstlichen Verwaltung das Haus. Nachdem es in städtisches Eigentum übergegangen war, wurde es als normales Wohnhaus genutzt. Nach der Privatisierung des Hauses 1992 hat der neue Eigentümer Anstrengungen unternommen, um das Gebäude unter Wahrung des Denkmalcharakters zu sanieren und zu modernisieren. Im Herbst 1992 wurde das verbaute und verschüttete Kellergewölbe freigelegt und saniert. Seit 1994 wird das Kammerboten-Haus für den Pensions- und schließlich für den Hotelbetrieb genutzt.